Yoga-Outfits

Gut sitzende Kleidung beim Yoga ist das A und O. Das Wichtigste ist doch, dass es weder einengt, noch zu flatterig ist. Die Bewegungsfreiheit und der Komfort sind hier maßgebend – kein zu tiefer Ausschnitt, keine rutschende Hose und das Gefühl das man sich so frei bewegen kann als hätte man fast nichts an.
Bei jeder noch so anspruchsvollen Übung und auch bei den einfach erscheinenden Asanas sollte nichts verrutschen oder zwicken. Es gibt doch, nichts Lästigeres, als wenn bei Kopf-über-Haltungen auf einmal das Yoga-Shirt im Gesicht hängt und anstatt dass man bewusst atmet, ist man damit beschäftigt das Top mit hektischen Atembewegungen wegzupusten.

Gerade beim Yoga sollte man sich in allen Positionen und Bewegungen wohlfühlen und die Asanas uneingeschränkt üben. Denn wer sich während der Praxis die ganze Zeit mit der schlecht sitzenden Klamotte beschäftigen muss, ist mit den Gedanken nicht bei sich und kann unmöglich abschalten und zur Ruhe kommen.

Ob weite Yogahosen oder Leggings, Yogatops oder Yogabras das ist letztlich Geschmacksache. Es ist nur wichtig, sich wohlzufühlen und sich bewegen zu können.

Wie wichtig sollte dann ein gut aussehendes Outfit beim Yoga sein?

Was mir immer häufiger auffällt und wovon ich mich auch nicht ganz freisprechen kann ist, dass Yoga-Kleidung immer mehr zu einem Statussymbol und die Yogaklasse immer mehr zur Modenschau geworden ist.

Was wir zur Zeit auf Instagram & Co. zu Hauf sehen, sind „Yogi- Influencer“ in teuren Outfits, die unser Verlangen nach eben dieser Kleidung steigern. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich diese Leggings von xy „unbedingt“ haben „muss“, nur weil ich sie eben bei jemandem auf Instagram gesehen habe.

Es scheint unheimlich bedeutend geworden zu sein, welche Marke wir auf der Matte tragen. Dabei sollte es doch, wie oben bereits beschrieben, darum gehen, dass es vor allem bequem ist. Was nutzt uns das sexy-aussehende Outfit, wenn bei jeder kleinsten Bewegung der Busen rausfällt, die Hose entweder vom Hintern rutscht, den Schlüppi entblößt oder der Bund der Hose den Bauch einschneidet? Es sollte doch nicht darum gehen wie es aussieht. Es sollte vollkommen egal sein, ob nun jemand einen Kartoffelsack zum Yoga trägt oder die Lieblings-Jogginghose, solange der-/diejenige sich darin wohlfühlt und sich gut darin bewegen kann, ist doch alles fein.

Ich finde es auch toll schöne Yoga-Kleidung zu tragen und ich fühle mich auch noch wohler in Outfits, die mir gefallen, doch wenn die Klamotte auf der Matte von der eigentlichen Sache „Yoga“ ablenkt und „das zur Ruhe bringen der Gedanken“ verloren geht, so ist es die ultra hippe Yogabotze (Siegerländer Platt für Hose)doch nicht wert, oder?

Und was nutzt es uns 100erte Yogaoutfits im Schrank zu haben, von dem womöglich keines so wirklich passt oder welches wir nur haben um anderen zu imponieren, wenn unsere Gedanken dann letztlich dadurch abgelenkt sind?

Diese Entwicklung, wo es mehr und mehr darum geht was man auf der Matte trägt, finde ich wirklich bedenklich, schade und sinnbefreit. So entfernen wir uns nur noch mehr vom eigentlichen Ursprung des Yoga. Ich möchte hiermit nur zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Haben wir im Alltag nicht oft genug das Problem, dass wir uns fragen wie wir aussehen, was wir anhaben und wie wir auf andere wirken?

Für mich bedeutet auf der YogaMatte sein, ich zu sein- einfach so wie ich bin, gut genug zu sein, genug zu sein.

By |2018-12-07T10:52:22+00:00Dezember 6th, 2018|Lifestyle|0 Comments

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Berlin| inspirations| life| collecting moments Hallo, Namaste und willkommen auf meinem Blog Mein Name ist Caro (eigentlich Svenja Carolin, aber viele nennen mich nur „Caro“ oder „Svenja“) und ich bin zertifizierte Hatha/Vinyasa Flow Yogalehrerin. Und ich arbeite als Assistentin im Personalbereich beim Rundfunk. Ich liebe Yoga, Meditation, Netflixen, MatchaLatte und all die kleinen Dingen auf der Welt. Auf diesem Blog schreibe ich über Yoga, meine Yogareise, Essen und meine Gedanken. Die Welt hat so viel zu bieten und wir sollten alle versuchen mehr auf die kleinen positiven Dinge zu achten und viel verständnisvoller mit uns und anderen umgehen. Wenn du irgendwelche Fragen hast oder einfach nur „Hallo“ sagen magst, scheu dich nicht mir zu schreiben.

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