Om – Der Klang der Welt

Das Om, sieht aus wie eine 30 und begegnet einem fast an jeder Ecke- in Cafés, auf T-Shirts oder als Tattoos auf Handgelenken und anderen Körperteilen. Es ist quasi „om“-nipräsent.

Es ist zu einem Lifestyle-Symbol geworden, von dem ich glaube, kaum jemand weiß, was es eigentlich bedeutet.

Nun was bedeutet dieses „om“-inöse „Om“ oder „AUM“?

Die ursprüngliche Schreib- und Klangweise „AUM“ soll laut den Veden (heilige Schrift und Grundlage der Hindus) eine mystische Kraft haben und sich so als würdig für die tiefste Meditation erwiesen haben.

„Om“ ist das Eine, das Unendliche, das Ewige. Es ist das ursprüngliche Wort. Das mag zunächst sehr abstrakt, abgehoben und unverständlich klingen, doch im Prinzip meint es, dass  „Om“ alles in der Welt vereint. Jeder wahrnehmbare Klang, jedes Wort, jedes Geräusch und jedes Lied reflektiert und ist „Om“. Man könnte sagen, am Anfang war das Wort-„Om“ und daraus entstanden ist das für uns wahrnehmbare Universum.

So ist es auch laut des tantrischen, hinduistischen Schöpfungsmythos die Klangschwingung aus der heraus sich schrittweise das gesamte Universum gefestigt hat.

In dem Symbol (zur Erinnerung es sieht aus wie eine 30) vereint es die Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung bzw. Umformung. Im Hinduismus wird dies durch die drei großen Götter Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörung) verkörpert.

Es steht aber auch für die drei Bewusstseinszustände: 1. Wachzustand 2. Traumzustand und 3. Tiefschlaf.

Das „Om“ kenne ich vor allem aus meiner Yogapraxis. Hier verwende ich es häufig am Anfang und/oder am Ende der Praxis, um mich auf das einzustimmen was kommt und um das abzuschließen, was war und um ganz bei mir zu sein.

Du kannst es gerne selber einmal ausprobieren: Setze dich dafür mit gekreuzten Beinen bequem auf den Boden vielleicht etwas erhöht auf ein Kissen oder eine Decke. Halte die Wirbelsäule aufrecht und die Augen geschlossen. Nimm einige Tiefe Atemzüge, bevor du beginnst. Singe danach dreimal das Om. Singe es sehr langsam und bewusst. Das Om-Singen beginnt im Bauchnabel mit dem Klang O und wird von dort langsam zum Klang M nach oben über den Brustkorb und das Herz zu dem Punkt zwischen deinen Augenbrauen gezogen, von dort schwingt es weiter bis es sich über den Scheitel ausdehnt. Du kannst das OM-Schwingen auch einige Male über ein entspanntes Summen auf dem gleichen Ton üben. Füge dann einfach nach und nach die Töne O und M hinzu.

Der Klang an sich soll Körper, Geist und Seele miteinander harmonisieren. Dies ist notwendig für die Yogapraxis. Mir hilft es mich besser auf die Übungen konzentrieren zu können und die Asanas bewusster auszuführen. Wenn ich das „OM“ zu Beginn meiner Yogapraxis nicht mache, habe ich das Gefühl es fehlt etwas und es fällt mir wesentlich schwerer genügend Bewusstsein für meinen Körper und meinen Geist während der Übungen zu haben. Es hilft mir zu dem eine tiefe innere Ruhe zu erlangen. Auch wenn es für Außenstehende befremdlich und lustig sein mag, wenn wir Yogis im Schneidersitz sitzend „komische“ Laute von uns geben, so macht es die Yogapraxis doch erst komplett, weil es uns Eins werden lässt mit uns selber und unserer Wesensnatur.

Und so ist das „OM“ doch mehr als nur ein Lifestylesymbol- es ist ein Lebensgefühl.

By |2018-12-03T10:41:02+00:00November 22nd, 2018|Basic|0 Comments

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Berlin| inspirations| life| collecting moments Hallo, Namaste und willkommen auf meinem Blog Mein Name ist Caro (eigentlich Svenja Carolin, aber viele nennen mich nur „Caro“ oder „Svenja“) und ich bin zertifizierte Hatha/Vinyasa Flow Yogalehrerin. Und ich arbeite als Assistentin im Personalbereich beim Rundfunk. Ich liebe Yoga, Meditation, Netflixen, MatchaLatte und all die kleinen Dingen auf der Welt. Auf diesem Blog schreibe ich über Yoga, meine Yogareise, Essen und meine Gedanken. Die Welt hat so viel zu bieten und wir sollten alle versuchen mehr auf die kleinen positiven Dinge zu achten und viel verständnisvoller mit uns und anderen umgehen. Wenn du irgendwelche Fragen hast oder einfach nur „Hallo“ sagen magst, scheu dich nicht mir zu schreiben.

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